Thymian

Er wächst sowohl im Garten, als auch als Wildform. Er gehört zu den antiviralen und antibakteriellen Pflanzen. Er enthält viele ätherischen Öle, v.a.Thymol, Gerb- und Bitterstoffe
Wirkung:
-desinfizierend,
- appetitanregend, beruhigt nervösen Magen
- schleimlösend und beruhigend bei krampfartigem Husten, als Stärkungsmittel der Lunge und bei Keuchhusten, Asthma, Heuschnupfen
- krampflösend bei Bauchkrämpfen, Blähungen, Muskelkrämpfen
- bei Herpes, Mundsoor wird mit Thymiantinktur 2-3xtgl.mit 1 TL gespült
- bei Halsschmerzen hilft das Kauen der frischen Blätter
- schmerzlindernd bei Ischiasschmerzen und Rheuma äusserlich zu Einreibungen.

Ysop

Auch Josefskraut genannt gehört zu den Lippenblütlern. Er schmeckt leicht bitter, hat einen Hauch von Rosmarin, Minze, Salbei oder Gartenraute. Wird sowohl als Würzmittel in Eintöpfen als auch als Heilkraut für Tees, Auflagen und sogar zum Räuchern verwendet.
Wirkung:
-verdauungsanregend
- bei katarrhalischen Infekten, hustenlindernd
- bei Erkrankungen der Luftröhre
- bei Herpeserkrankungen, Lippenbläschen, Gürtelrose, Windpocken
- bei Halsentzündungen
- harntreibend,
- gegen Rheumatismus, Nierensteine und Ödeme
- gegen Tierhaarallergien zusammen mit Sonnenhut, Holunderblüten und Augentrost.
- Ysop in Essig gekocht wirkt schmerzlindernd bei Zahnschmerzen
- Ysopwasser wurde bei den Persern zur Hauttönung verwendet

Eberraute oder Colapflanze

Die Spitzen der winterharten Pflanze riechen stark nach Cola. Ihre Entstehung soll auf die griechische Göttin Artemis zurückzuführen sein. Sie enthält viele Bitterstoffe und ätherische Öle.
Wirkung:
-verdauungsfördernd bei fetten Speisen
- magenstärkend
- in Alkohol eingelegt gegen Kopfschmerzen

!!!!!!!! Nicht bei Schwangerschaft verwenden, Fruchtschädigende Wirkung fraglich!!!!!!!!!!!

Pfefferminze

Es gibt viele verschiedene Sorten von Pfefferminze: Orangenminze, Bergamotteminze, Salbeiminze, arabische Minze, Feigenminze...
Die Pflanze enthält viele ätherischen Öle, reichlich Menthol, Gerbstoffe, Bitterstoffe.
Wirkung:
-entkrampfend, bei krampfartigen Beschwerden des Magen-Darmtraktes, Übelkeit,
Erbrechen, Gastritis, Colitis - fördert den Abfluss der Gallenflüssigkeit, entkrampft die Gallenwege
- entblähend
- beruhigend

!!!!!!!!!!Nicht bei Säuglingen einsetzen, da der Menthol und Camphergehalt zu hoch sind!!!!! Stillende Mütter sollten den Tee meiden, da er die Milchproduktion hemmt.

Rosmarin

Rosmarin erinnert uns an Sonne, Urlaub und mediterane Küche. Das Kraut ist bei uns nur bedingt winterhart, kann aber auf der Fensterbank den ganzen Winter geerntet werden und ist so eine gute Möglichkeit sich ein Stückchen Sonne und Wärme über den Winter zu erhalten.
Rosmarin enthält viele ätherische Öle, Campher, Bitterstoffe und hat eine hohe Wirkungskraft gegen Antioxidanzien in unserem Körper. In den Mittelmeerländern wird Fleisch mit Salz und Rosmarin haltbar gemacht. Salz trocknet aus und Rosmarin hilft gegen das ranzig werden des Fleisches.
Wirkung:
- gegen Verdauungsbeschwerden, Blähungen, Völlegefühl
- appetitanregend, steigert die Magensaftsekretion
- krampflösende Eigenschaften an den Gallenwegen und an den Coronarien
- gegen Kreislaufschwäche und Schwächezustände
- gegen rheumatische Beschwerden
- schmerzstillend
- gegen nervöse Erschöpfungszustände
- Kopfschmerzen
- gegen Gedächtnisschwäche, verbessert Konzentration und Lernfähigkeit
- es aktiviert das Gehirn positiv
- wertvolles Entschlakungsmittel durch abfangen der freien Radikalen
- Kahlköpfigkeit
Rosmarin kann sowohl als Tee als auch als Energiedrink eingesetzt werden. Ich hab sehr gute Erfahrungen mit dem Energiedrink gemacht, sowohl zum Trinken als auch als Bad. Dieses ist sehr schmerzlindernd, nach Muskelkater, aber auch bei Arthritis hats gut gewirkt.
Ausserdem kann man einen Rosmarinwein ansetzen. Dazu werden 20g (ca.10 Teel.) Zerkleinerter Pflanze in 1 l Wein in verschlossener Flasche angesetzt. Nehmen sie einen südlichen Wein, der passt am besten zum Rosmarin. Schwenken sie die Flasche mehrmals gut um und lassen sie das Ganze dann 5 Tage reifen und ruhen. Dann seihen sie ab und können täglich vor dem Mittagessen ein kleines Gläschen davon trinken. Diesen Rosmarinwein hat Pfarrer Kneipp bereits als Kräftigungsmittel empfohlen.
Rosmarinspiritus zum Einreiben hilft gegen geschwollene Füße, nach großen Anstrengungen und verbessert die periphere Durchblutung.
Legen sie Rosmarin in gutes Olivenöl ein und verwenden sie es so in der Küche, lecker!!

!!!!!!!Verwenden sie weder Rosmarintee noch Energiedrink oder Bad am Abend. Sie werden sonst eine schlaflose Nacht erleben. Die Wirkung hält gute 6 Stunden an. Man kann es aber auch einsetzen, wenn man wach bleiben muss.

Lavendel

Wer kennt nicht das Lavendelkissen zwischen den Kleidern. Schon seit langer Zeit ist die mottenabwehrende Wirkung dieses Krautes bekannt. So setzt man auch Lavendel unter die Rosenbüsche, eben um die Läuse abzuwehren.
Gesammelt werden Blüten und Blätter. Auch im Winter kann man einige Lavendelspitzen holen und ein beruhigendes Bad, einen beruhigenden Tee machen.
Lavendel enthält wieder ätherische Öle, v.a. Lavendelöl, auch das Romarinöl u.a.und Gerbstoffe.
Wirkung:
- beruhigend, ausgleichend (blaue Pflanze beruhigt)
- gegen Unruhezustände, Einschlafstörungen, nervenstärkend
- gegen funktionelle Oberbauchschmerzen, nervöser Reizmagen, Blähungen
(ärztl.Abklärung erforderlich) - regt den Gallenfluss an
- verdauungsfördernd
-stark keimtötende Wirkung, bei Vaginalsoor zur Unterstützung auf die Slipeinlage
Lavendelöl - früher wurde er gegen Gliederzittern- Parkinson eingesetzt
- soll nach Schlaganfall hilfreich sein.
- Lavendelspiritus äusserlich als Einreibung bei rheumatischen Schmerzen und Neuralgien, sowie Kopfschmerzen
-ausserdem äußerlich als Bad mit Lavendelöl oder als frischen Kräutermix Und als Duftsäckchen aufs Kopfkissen.

Hopfen

Die jungen Triebe können im Frühjahr zum Salat genommen werden, im Juli-August können die Blüten und im September-Oktober dann die Hopfenzapfen geerntet werden.
Hopfen wir v.a.im Bayern angebaut, braucht man ja wegen dem Bier. Wichtig zur Bierzubereitung sind hier v.a.die Bitterstoffe, die dem Bier Haltbarkeit geben. Ausser den Bitterstoffen sind im Hopfen 150 identifizierte Aromastoffe nachgewiesen, ausserdem Gerbstoffe.
Wirkung:
- mildes Beruhigungsmittel bei Unruhe und Einschlafstörungen
- dämpfende Wirkung auch bei sex. Störungen: Hopfen verhält sich wie Östrogene, die Hopfenernterinnen hatten verfrühte Menses
- appetitanregend, Steigerung der Magensaftproduktion
-früher wurde er zur Einleitung der Geburt, bei Ödemen, Geschwülsten, Harnwegserkrankungen empfohlen
- äußerlich hilft ein Kissen mit Hopfenblüten auch als Einschlafhilfe.

Salbei

Er hemmt das Wachstum von Bakterien, Viren und Pilzen. Die Blätter sollen wenn möglich nur bei sonnigem Wetter geerntet werden, da dann der Gehalt an ätherischen Ölen höher liegt.
Wirkung:
- antiseptisch bei allen entzündlichen Erkrankungen
- adstringierend und schweißhemmend; auch bei starkem Nachtschweiß und Schweißausbrüchen in den Wechseljahren der Frau und des Mannes
- entzündungshemmend bei Halsschmerzen, Mundsoor als Tee und Gurgelmittel
- gegen Verdauungsstörungen, Blähungen, Durchfällen, Colitis
- gut für Hormonsystem, Lymph-und Immunsystem
- frische Blätter verreiben und bei Insektenstichen auflegen
Den Tee nicht über längere Zeit anwenden, da die ätherischen Öle sonst zu stark wirken. Schwangere sollen den Tee nur äußerlich oder zum Gurgeln einsetzen.
Stillende Mütter sollten den Tee meiden, da er die Milchproduktion hemmt, mit Salbeitee kann man abstillen!!!

Melisse, Zitronenmelisse

Gesammelt wird vor der Blüte, oder wenn man nach der Blüte abschneidet und die Pflanze frisch austreibt. Die Blätter können frisch oder getrocknet verwendet werden.
Wirkung:
- beruhigend bei leichten Depressionen, Unruhe, Reizbarkeit, Panikanfälle, nervöse Herzbeschwerden
- gegen Magenübersäuerung, Übelkeit, kolikartigen Schmerzen
- gegen Zahnschmerzen und bei Lippenherpes
Melisse sollte von Menschen, die eine Schilddrüsenunterfunktion haben nur sehr eingeschränkt verwendet werden. Verwendet wird der Tee oder auch der Melissengeist.

Bohnenkraut

Es enthält ätherische Öle, Duft- und Gerbstoffe.
Wirkung:
-Abkochungen für einfache Durchfallerkrankungen, Übelkeit, Erbrechen,
- magenstärkend, appetitanregend, gegen Magenkrämpfe
- gegen Blähungen

Beinwell, Comfrey, Symphytum

Wie der Name schon sagt, ist dies ein Kraut, das besonders für die Knochen gut ist. Die großen behaarten Stengel, das Kraut und die Blüte werden im Sommer, die Wurzel im Herbst und im Frühjahr geerntet. Die Pflanze enthält Allantonin, Pyrrolizidinalkaloide, Gerb-und Schleimstoffe. Die Bestandteile wirken auf Knochen und Gelenke, sowie auf die Haut- und Schleimhäute und die Blutgefäße. Das Allantonin kann Wundsekrete lösen und damit die Wundheilung fördern.
Wirkung:
- Abkochungen der Pflanze zum Auswaschen von chron.schlecht heilenden Wunden
- Umschlag aus der abgekochten warmen Pflanze bei Arthrosen, Überbeinen, nach Knochenbrüchen
- Umschlag aus der abgekochten Kalten Pflanze gegen Gelenkentzündungen, Gichtknoten, Knochenhautreizungen, Venenentzündungen, Prellungen, Zerrungen, Blutergüssen.

!!!!!Die innerliche Anwendung von Beinwell ist wegen der leberschädigenden Wirkung nicht zu empfehlen!!!!!

Borretsch, Gurkenkraut

Wächst in unserem Garten, aber auch auf Schuttplätzen. Es ist ein einjähriges Kraut, das beim ersten Frost bereits erfriert. Die Samen enthalten ein sehr hochwertiges Öl, die hochdosiert Alpha-Linolensäure enthält. Diese Säure ist für unsern Zellstoffwechsel sehr wichtig und muss immer, wenn auch in kleinen Mengen zugeführt werden.
Wirkung:
- als Tee gegen Husten und Bronchitis
- soll Harnsäure ausleitend wirken
- kräftigend und blutreinigend
- schweißtreibend, lösend und schmerzlindernd

Alant

Verwendet wird v.a.die Wurzel. Sie wird im Herbst oder im zeitigen Frühjahr ausgegraben, gewaschen, gebürstet und in Scheiben geschnitten im Backofen bei 50-75°C getrocknet.
Wirkung:
- auswurffördernd bei zähem Bronchialschleim
- schleimlösend bei Bronchitis
- stillt den Hustenreiz
- harntreibend, bei Harnwegsinfekten
- regt die Verdauungstätigkeit an indem er die Säfte stimuliert
- die Wurzel enthält Insulin, das einen günstigen Einfluss bei Diabetes mel. hat
- bei Lymphdrüsenschwellungen
- Leberstärkend, bei Leberzirrhose, Gelbsucht,
- gegen hohen Blutdruck und Regelstörungen
Für den Aufguss 1 TL der zerhackten Wurzeln mit ½ l Wasser aufbrühen und 10 Min.ziehen lassen. Alle 2 Stunden 1 Esslöffel davon einnehmen.

Vorsicht: zu hohe Gaben können zum Erbrechen führen!!!!!!!!!!

Dill

Verwendet werden Früchte, Blätter und Blütendolden.
Dient nicht nur für den Gurkensalat als Würze.
Wirkung:
- Samentee wirkt appetitanregend und blähungswirdrig
- regt die Milchproduktion an bei stillenden Müttern
- löst Verdauungskrämpfe, regt die Magensaftproduktion an
- Blütendolden bei Bauchgrimmen und Magendrücken und Stuhlgang anregend
- gekaute Samen gegen schlechten Mundgeruch
- gegen Schlaflosigkeit abends 1 Tasse

Dost, wilder Majoran

Verwendet wird das blühende Kraut, aber auch die Blätter, gesammelt wird Juli bis Oktober.
Wirkung:
-desinfizierend im Magen-Darmtrakt und auf Wunden
- hustenberuhigend, ähnlich wie Thymian bei krampfartigem Husten, Keuchhusten
- stopfend bei Durchfall
- entzündungswirdrig bei entzündeten Schleimhäuten
- allgemein kräftigend und beruhigend als Bad.
- appetitanregend, stärkt den Magen
- harn- und schweißtreibend , Entgiftend
- Dostöl gegen Rheuma als Einreibung und innerlich bei Asthma

Ringelblume

Verwendet werden Blüten und Blätter. Ich verwende die Pflanze gerne mit zum Kochen.
Wirkung:
- regt die Gallensekretion an
- bei eitrigen Wunden heilungsfördernd, das Verbandmaterial damit tränken
- gegen Entzündungen, Geschwüre, Furunkel, Hautveränderungen
- bei Wundliegen, Ulcus cruris, bei Pilzerkrankungen der Füße und Nägel,
- bei frischen Wunden, v.a.bei Risswunden,Quetschungen,
- bei Zahnextraktionen zum Spülen sehr gut!!!!!
- blut- und darmreinigend
Ringelblume ist ein Allroundmittel, es kann in vielen Mischungen mit gegeben werden.

Meerrettich

Gesammelt wird die Wurzel von September bis Februar.
Wirkung:
- desinfizierend bei Blasenkatarrh,
- Infektionen der Atemwege, gut bei Sinusitis,
- bei Stoffwechselstörungen, trägem Stuhlgang
- bei Ödemen, harntreibend
Äusserlich:
-in Alkohol angesetzt zum Einreiben bei Rheuma und Gicht, gegen Sommersprossen und Leberflecken,
- in Milch eingeweicht für eine glatte Haut
- Meerrettichbäder bei Frostbeulen, regt die Hautdurchblutung an.

echte Nelkenwurz

Verwendet werden das blühende Kraut und ab September-Oktober die Wurzeln.
Wirkung:
- Hauptgebrauch gegen Appetitlosigkeit und Durchfall
- stopfend, entzündungswidrig, zusammenziehend
- schmerzlindernd, fiebersenkend,
- gegen Müdigkeit und Erschöpfung, Schwermut
- gegen Menstruationsbeschwerden, Hämorrhoiden, Blutungen
- äußerlich zum Baden schlecht heilender Wunden.
Für den Tee 1 TL für eine Tasse Wasser überbrühen. Die Wurzeln waschen, schneiden und trocknen, dann mahlen und 3 x tgl.eine Messerspitze davon.

Gundelrebe, Gundermann, Erdefeu

Gesammelt wird das blühende Kraut und die Blätter. Das frische Kraut als Suppengrün und als Zusatz zu Salaten.
Wirkung:
- allgemein stärkend und harntreibend bei Nierengrieß, Harnwegsinfekten,
- entgiftend, bei Leberstörungen und Gelbsucht
- bei Mundfäule zum Spülen, bei Schnupfen zum Aufschnupfen
- hustenstillend bei Rachenkatarrh und Bronchitis, Asthma,
- bei Entzündungen im Magen-Darmtrakt ,
- äußerlich bei schlecht heilenden Wunden,
- gegen Gicht und Rheuma Vollbäder

Ehrenpreis

Gesammelt wird die Blütentraube.
Wirkung:
- Bronchitis, hustenlösend bei Verschleimung,
- harntreibend, bei Nieren- und Blasensteinen und-grieß, bei Harnwegsinfekten
- durchblutungsfördernd bei Arterienverkalkung, Schwindel, Migräne
- gegen erhöhten Cholesteringehalt im Blut,
- regt den Gallefluss an
- gegen Altersjucken
- gegen rheumatische Beschwerden
- äußerlich bei Geschwüren und entzündeten Wunden, bei Rheuma und Gicht

Hagebutten

Sie sind sehr Vit.C haltig.
Wirkung:
- gegen Katarrhe der oberen Luftwege, Erkältungskrankheiten, Gripp. Infekte,
- abwehrstärkend, Immunstärkend
- harntreibend bei Nieren- und Blasenleiden, Nierensteinen,Ödemen, Rheuma, Gicht,
- bei Ischiasbeschwerden
Die Kerne oder ganze Hagebutten werden in Milch (75 g Kerne in ½ l Milch ¾ Stunde gekocht und mit Honig gesüßt) sind gut gegen schmerzlindernd bei Blasen-, Nieren- und Steinleiden. Fürs Auskochen in Wasser 1 ganze Stunde auskochen.

Schafgarbe

Schon im Altertum wurde die Schafgarbe zur Behandlung von Kampfverletzungen eingesetzt und wurde deshalb auch Soldatenkraut genannt. Verwendet wird das blühende Kraut.
Wirkung:
- entzündungswidrig und krampflösend, anregend und regulierend auf die Verdauungssäfte des Magens, als Bittermittel bei Appetitlosigkeit.
- steigert die Gallesekretion
- schweißtreibend und Blutdrucksenkend,
- stillt innere Blutungen und hilft bei Menstruationsbeschwerden
-äußerlich zu Spülungen und Umschlägen bei Wundheilungsstörungen, entzündeten Wunden und anderen entzündlichen Hautkrankheiten,bei wunden Brustwarzen.
- Sitzbäder bei Hämorrhoiden und Unterleibsbeschwerden, Scheidenpilzinfektionen...
!!!!!!Achtung nicht in der Schwangerschaft verwenden, zu große Mengen bewirken Schwindel und Kopfschmerzen!!!!!!!!!

Eiche

Verwendet wird die Rinde junger Zweige im Frühjahr, die Eicheln im Herbst.
Die Anwendung ist äußerlich und zum Gurgeln oder Spülen und innerlich bei Magen-Darmkatarrh, Durchfall, Vergiftungen (Nikotin-, Pilz-, Lebensmittel).
Wirkung äußerlich :
-zusammenziehend, astringierend, entzündungshemmend bei:
- Hautkrankheiten, Wundrose, Geschwüren, Fisteln
-Hämorrhoiden, Entzündungen, Fußschweiß,
- Schleimhautentzündungen im Mund-und Rachenraum und im Genitalbereich
- Zum Festigen von Zähnen und stärken von Zahnfleisch.
- zum Baden bei Frostbeulen und bei Verbrennungen

- innerlich bei:
Magen-Darmkatarrh, Magengeschwüren,
- bei Leberschwellung und Gelbsucht
- bei Milzleiden
Anwendung: die Eicheln werden geschält, in Erbsengroße Stücke geschnitten und im Backofen geröstet, dann sofort im Mörser zerstoßen und trocken aufbewahrt. 1 Essl. Pulver mit 1 Tasse Wasser überbrühen und 3-5 Min ziehen lassen, abfiltern und mit Milch trinken. Dieser Eichelkaffee soll den ganzen Körper stärken, besonders die Knochen. Er wird bei Rachitis, Blutarmut, Durchfall, Verdauungsschwäche, Leberschwellung und Milzleiden, bei Nervosität und Blasenleiden empfohlen. Er soll die Harnsäure ausscheiden und gegen Gicht und Rheuma wirken. Er ist sehr mild und wird gut vertragen.
Für Bäder und Spülungen ist die Eichenrinde zu empfehlen.

Spitzwegerich

Äusserlich:
- Bei Hautverletzungen kann man mit einem etwas zerdrückten Blatt einen ersten Wundverschluss erreichen und damit gleichzeitig die Wundheilung anregen.
- schmerz- und blutstillend und fördert die Regeneration von verletztem Gewebe.
- als Abkochung zu Umschlägen bei Knochenbrüchen und Prellungen.
Innerlich:
- der Tee wirkt Hustenreiz stillend und schleimlösend auf die Atmungsorgane
- bei Magen-Darmkatarrh
- Nieren- und Blasenleiden
- gegen Angina, Zahnfleischbluten
Als Sirup eingekocht wird er auch von Kindern gerne als Hustensaft genommen.

Löwenzahn

Verwendet werden die Blätter, die Blüten und im Herbst die Wurzel.
Es ist ein wichtiger Lieferant von wertvollen Bitterstoffen und Mineralien. Die Blätter enthalten viel Kalium, das dem Körper beim Entwässern hilft ohne einen Kaliummangel zu verursachen.
Wirkung:
Blätter:
- entwässernd und sanft Blutdrucksenkend
- Gallensteinauflösend
- die ideale Frühjahrskur
Stengel und Blüten:
- sehr Vitaminhaltig und durch den hohen Farbstoff- und Blütenstaubgehalt auch gut gegenAllergien und allgemein kräftigend
- gallensteinauflösend, leberstärkend, blutreinigend
- gegen Rheuma und Gicht
- stoffwechselfördernd auch bei Diabetes melitus
Wurzeln:
- sie ist der Teil der zur Entgiftung eingesetzt wird. Sie wird getrocknet oder geröstet und als Abkochung verwendet. Sie hilft Gifte über Leber, Galle und Darm und über die Niere auszuscheiden.
- schweiß- und harntreibend
- gegen Gicht, Arthritis, Ekzeme, Akne, Verstopfung.

Brennessel

Sie ist seit dem 1. Jahrhundert als Heilmittel bekannt. Der griechische Arzt Dioskorides hat frischgehackte Blätter als Pflaster gegen eitrige Wunden und Brennesselsaft gegen Nasenbluten verwendet.
Verwendet wird die ganze Pflanze; die Blätter, die Samen und die Wurzeln.
Wirkung:
- blutreinigend und blutbildend
- stoffwechselanregend bei Diabetes mel., Leber- und Galleerkrankungen
- harntreibend, entzündungshemmend und entgiftend bei Nierenerkrankungen
- durchblutungsfördernd bei Gefäßerkrankungen: Angina pectoris, Raucherbein....
- allgemein kräftigend und entzündungshemmend bei Erkältungsneigung,
- stärkt die Verdauung, gegen Magenkrämpfe und -geschwüre, Darmentzündungen, und Verstopfung
- gegen Rheuma und Gicht
- antiallergisch
- die Wurzel ist das Mittel gegen Prostatavergrößerung und -entzündung und sollen den Haarwuchs fördern(Haare damitwaschen).
Gegen Gefäßverengung Bäder mit kalt angesetztem Sud der Wurzeln- 20 Min baden.
Ich verwende die Brennessel das ganze Jahr über als Spinatersatz und mische sie sowohl unters Gemüse als auch in Hackfleischgerichte.

Amaranth, Gartenfuchsschwanz

Verwendet werden die Sprossteile zur Zeit der Blüte.
Amaranth heißt übersetzt: Ich welke nicht. Die Pflanze wird auch Inkaweizen oder Quinoa genannt und wurde ursprünglich zur Brotherstellung und für Salate verwendet. Die Pflanze enthält Gerbstoffe und auch Farbstoffe die sehr eisenhaltig sind. V.a.die Samen werden bei Vegetarieren sehr geschätzt wegen ihres Eisengehaltes.
Wirkung:
- durch die Gerbstoffe adstringierend = gerbend, zusammenziehend
- gegen Durchfall
- gegen Blutungen, Magen- und Darmblutungen, bei Magengeschwüren
- verstärkte Regelblutungen, gegen Scheidenausfluss,
-als Gurgelmittel gegen Entzündungen und Geschwüren des Mund-und Rachenraumes

Wilder Schnittlauch

Wenn das Gras jetzt langsam zurückgeht, findet man immer mal wieder so leicht blaugrüne Büschel, den wilden Schnittlauch. Er kann zwischen dem Gartenschnittlauch und dem Knoblauch eingestuft werden. In der kalten Jahreszeit haben wir mit ihm eine gute Möglichkeit uns mit frischem Grün und den darin enthaltenen ätherischen Ölen zu versorgen.
Wirkung:
- das ätherische Öl wirkt antibakteriell und erinnert sehr an Knoblauch
- entzündungshemmend, gegen Erkältungskrankheiten,
- Verdauungsstärkend
- entgiftend und schweißtreibend
- schleimlösend

Zwiebel

Sie ist das Allheilmittel, das uns immer zur Verfügung steht. Sie enthält viele Vitamine und ist insgesamt ein kräftigendes und stärkendes Nahrungsmittel.
Wirkung:
- harntreibend, der Saft soll Nierensteinchen auflösend wirken und die Ausscheidung von Steinen und Nierengrieß fördern,
- regt die Durchblutung der Schleimhäute an und verbessert die Ausscheidung der Schleimhautdrüsen und ist damit appetitanregend und fördert die Verdauung,
- Blutzuckerspiegel senkend
- bei verhärteten Drüsen, Abszessen und Furunkeln und bei Insektenstichen wird ein Brei aus rohen Zwiebeln aufgelegt um die Gifte nach aussen abzuleiten
- Zwiebelsirup bei Heiserkeit, Halschmerzen und Verschleimung der Luftwege
Zwiebelsaft: Honig und Zwiebelscheiben schichtweise in ein Glas und über Nacht stehen lassen, den Saft abgießen und im Kühlschrank verschlossen einige Tage haltbar. Von diesem Sirup alle 2-3 Stunden 1 TL einnehmen.
Bei Eiterungen, Furunkeln und Mittelohrentzündung Zwiebelscheiben heiß machen und in einem Stoffsäckchen auflegen , mit Folie abdecken. Vorsicht nicht zu heiß, Verbrühung!!!!!
Bei trockenem Husten dünstet man Zwiebelscheiben und legt sie gut warm in einem Säckchen auf die Brust.

Wiesenklee, Rotklee

Verwendet werden v.a.die Blütenköpfe. Er enthält ätherische Öle und viel Östrogen, was man als Empfängnisverhütende Pflanze bei Schafen beobachtet hat.
Wirkung:
- Abkochung für Durchfall und Magenschleimhautentzündung, bei Augenbindehautentzündungen und Katarrakt
- als Phytoöstrogen bei Wechseljahrbeschwerden,
- schleimlösend bei Infekten der oberen Luftwege
Nicht eingesetzt werden darf der Wiesenklee bei Prostatakrebs, wenn durch die Hormontherapie die Drüsen gebremst werden.